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30. April 2024
Tuningbox oder Chiptuning vom Profi?
Oft stellt sich die Frage, worin der Unterschied zwischen Tuningboxen und Chiptuning besteht. Vermutlich denken viele Menschen, die nicht die nötige Fachkenntnis besitzen, Chiptuning und Tuningboxen seien gleich. Ihnen sei im Vorfeld schon gesagt: Nein. Mit Chiptuning hat eine externe, im Nachhinein eingebaute Box wenig zu tun!
Das Wort Chiptuning ist gleichzusetzen mit Kennfeldoptimierung, Softwareanpassung oder auch Kennfeldanpassung. Das Prinzip ist immer dasselbe: Die originale Software im Flashchip des Motorsteuergerätes wird überschrieben bzw. bearbeitet. Früher war es aufwendiger ein Chiptuning durchzuführen, mittlerweile besitzen die Fahrzeuge Flashspeicher, welche immer wieder beschrieben werden können.
Tuningboxen ≠ Chiptuning
Anders sieht es aber aus, wenn manche "Tuner" eine Tuningbox auch als Chiptuning vermarkten wollen. Dies ist eher schnelle Geldmacherei, als ein fachgerechtes und für das Fahrzeug individuell angepasstes Chiptuning. Am Flashspeicher des Motorsteuergeräts wird in diesem Fall nichts angepasst, vielmehr werden nachträglich z.B. Einspritzzeitpunkte oder auch andere Signale verfälscht, dies bewirkt übrigens auch einen höheren Kraftstoffverbrauch.

*Beispielabbildung einer Tuningbox
Tuningboxen auf dem Prüfstand
In den meisten Fällen ließ sich beobachten, dass nach dem Einbau von Tuningboxen die Werte, wenn auch minimal, schlechter waren als im Werkszustand des Fahrzeugs. Selbst wenn eine Leistungssteigerung zu beobachten ist, dann nur eine durchschnittliche, da die Höchstwerte nicht überschritten werden können. Gerade bei Fahrzeugen mit Turbolader können Tuningboxen nur halb so viel Mehrleistung und Drehmomenterhöhung schaffen. Bei Fahrzeugen mit Turbolader und Tuningbox gelangt mehr Kraftstoff in den Brennraum.
Es wird mehr Luft benötigt, damit die korrekte Verbrennungstemperatur erreicht werden kann, jedoch kann Luft nur einströmen, wenn der Ladedruck erhöht wird. Eine Tuningbox gibt nicht die Möglichkeit, diesen Ladedruck zu regulieren. Des weiteren kann bei Fahrzeugen mit Saugmotor die Vorzündung nicht reguliert werden. Generell sind herkömmliche Tuningboxen nicht darauf ausgelegt, mehr als einen Sensor zu manipulieren.
Im schlimmsten Fall könnten Teile des Motors beschädigt werden, weil das Fahrzeug nicht in das Notlaufprogramm schaltet. Daher sind Tuningboxen für eine fachgerechte und optimale Anpassung ungeeignet und auf lange Sicht eher teurer und risikoreicher, als ein professionelles Chiptuning vom Fachmann.
Warum echtes Chiptuning die bessere Wahl ist
Das Chiptuning erfolgt ohne den Einbau von zusätzlicher Hardware, sondern über die Schnittstelle am bzw. im Steuergerät. Das Fahrzeug wird nicht von einem externen Gerät wie die Tuningbox optimiert, sondern direkt über die Software. Die von Werk aus bestimmten Daten des Fahrzeugs werden ausgelesen, überschrieben und individuell angepasst.
Der Vorteil ist, dass im Vergleich zu Tuningboxen einzelne Parameter bearbeitet werden können und somit Feineinstellungen vorgenommen werden können, um die Parameter nach den Wünschen des Kunden anzupassen. Da im Rahmen der Feineinstellungen auch Maximalwerte angepasst werden können, bringt das Chiptuning eine höhere Leistungssteigerung mit sich als Tuningboxen.
Darüber hinaus wird nach dem Chiptuning der Motor weiterhin fehlerlos von dem Motorsteuergerät reguliert, da diese von Werk aus sowieso darauf ausgelegt sind, mehr zu leisten. Das Notlaufprogramm bleibt natürlich bestehen und wir versichern Ihnen, dass eine Rücksetzung auf die serienmäßigen Daten Ihres Fahrzeugs jederzeit möglich ist.

*Beispielabbildung eines verstopften AGR-Ventils
DEAKTIVIERUNGEN
Deaktivierungen bei Autos bieten zahlreiche Vorteile für Fahrzeugbesitzer, die ihr Fahrzeug optimieren möchten. Durch das gezielte Ausschalten bestimmter Fahrzeugsysteme können verschiedene positive Effekte erzielt werden. Dazu gehören die Erhöhung der Höchstgeschwindigkeit (V-Max), die Verbesserung der Motorlebensdauer durch das Deaktivieren von Systemen wie Diesel-Partikelfilter (DPF) oder Otto-Partikelfilter (OPF), die Reduzierung des AdBlue-Verbrauchs, die Minimierung von Problemen mit dem Abgasrückführungsventil (AGR) und viele weitere Vorteile.
AGR deaktivieren
AdBlue deaktivieren
DPF / OPF deaktivieren
Flaps Deaktiverung
V-Max OFF
HOT Start Fix
IMMO OFF
DTC Codes deaktiveren
WICHTIGER HINWEIS
Wir weisen hiermit ausdrücklich darauf hin, dass die Deaktivierung des Dieselpartikelfilters, des AGR-Ventils und des AdBlue-Systems im Geltungsbereich der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung der EU nicht zulässig ist. Bitte beachten Sie, dass diese Änderungen zu erhöhtem Stickoxid-Ausstoß führen können und somit nach § 19 Abs. 2 Nr. 3 StVZO zu einem Erlöschen der Betriebserlaubnis führt.
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